Manchmal beginnt eine Ausstellung mit einem Zufall: Vor ziemlich genau einem Jahr begegneten sich Kathrin Bohm-Berg und die französisch-finnische Künstlerin Camille Mojon am Flughafen – auf dem Weg nach Cannes. Ein Gespräch, eine gemeinsame Neugier, ein Wiedersehen im MKC. Nun sind Mojons Arbeiten in der Foyer-Galerie zu sehen.
Die in Berlin lebende Künstlerin zeigt Gemälde auf Leinwand und Papier sowie Cyanotypien – poetische Sonnendrucke, inspiriert von Natur, Landschaft und Bewegung. Ihre Bilder erzählen nicht von konkreten Orten, sondern von Atmosphären, Erinnerungen und inneren Reisen. Linien, Flächen und Gesten wirken spontan und kraftvoll, fast wie choreografierte Bewegungen auf Papier.
In ihrer Laudatio beschrieb die ebenfalls in Berlin lebende französische Künstlerin Cathy Jardon Camille Mojon als Reisende – geografisch wie künstlerisch. Eine Künstlerin, die Natur nicht abbildet, sondern erlebt. Malerei erscheint hier weniger als Technik, denn als Haltung: unmittelbar, körperlich, atmend.
Die Ausstellung ist bis Ende Juli in der Foyer-Galerie des Multikulturelles Centrum Templin zu sehen.










